Die Gründerin

Über mich

Sonja Schmidt-Liebert

ehrenamtliche Präsidentin der SOULspirit ACADEMY


"Bring das Licht der Pferde auf die Erde."

Die geheime Welt der Pferde hat sich mir das erste Mal offenbart als ich als Kleinkind auf ein Pferd gesetzt wurde. Ich erinnere mich noch an dieses Gefühl von "Hier bin ich zu Hause. Hier komme ich her. Hier soll ich sein."
Der Same eines Gefühles von: so ist Leben gemeint, so soll es sich anfühlen, begann zu keimen. Und wurde über die Zeit hin, in denen ich in meiner geheimen Welt der Pferde lebte zu einem Baum.
Wie kann ich das, was ich von Pferden und in ihrer Welt gelernt habe, erfühlt habe, diese Art und Weise von Gemeinschaft, von Herde, Menschen näher bringen?

Ubuntu - Ich bin, weil wir sind.

2021 kam die Antwort und so wurde der gemeinnützige Verein SOULspirit ACADEMY gegründet, dessen ehrenamtliche Präsidentin ich sein darf. Es ist mir tatsächlich Ehre und Gnade zugleich, diesen Raum hüten und leiten zu dürfen. Meine Fähigkeiten als Leitstute und Leithengst einmal mehr zu vereinen für die Liebe zu den Pferden.

Wir sind Herde.

Wie alles begann

Die kleine Seele saß auf ihrer Wolke. Sie war ein wenig ungeduldig, doch ihre Zeit war noch nicht gekommen. Um sich die Zeit zu vertreiben, bis sie auf die Welt kommen sollte, las sie im Buch ihres Seins. So oft war sie als Pferd auf der Erde gewesen. Sie blätterte durch die Seiten und schwelgte in Erinnerungen. Sah, was sie als Pferd alles versucht hatte, um die Menschen zu erreichen. In jeder ihrer seelischen Zellen schwang das Leid und der Schmerz mit, den diese Versuche ihr eingebracht hatten. Ihre Aufgabe war und ist es, das Licht der Pferde auf die Erde zu bringen. Doch als Pferd war sie immer wieder gescheitert. Nur ganz wenige Menschen konnten sich einem Pferd so öffnen, dass sie dieses unermessliche Strahlen in den Pferden sehen konnten. Die Versuche der Pferde wurden immer wieder missinterpretiert und ihr Wille zu dienen wurde so oft dafür ausgenutzt. Sie wurden als Kriegspferde eingesetzt, als Botenpferde oder auch um Menschen Geld zu bringen. Sie dienten den Menschen, obwohl sie es nicht tun mussten. Immer in der Hoffnung endlich gesehen zu werden. Die Seele klappte das Buch ihres Seins zu. Sie schüttelte den Kopf. Es brauchte eindeutig einen neuen Plan. Als Pferd konnte sie das nicht tun. Das funktionierte nicht. Sie steckte ihr Buch in ihre Tasche und machte sich auf den Weg zu Gott. Sie hatte eine Idee und diese musste sie mit ganz oben abklären. Denn sie brauchte alle Hilfe die sie kriegen konnte.

Meine langjährige Arbeit mit und für Pferde lies mich immer wieder den Weg von Pferden kreuzen, die diesen Schmerz in sich tragen. Diesen riesengroßen Seelenschmerz, nicht in ihrem ganzen Sein gesehen zu werden. Pferde, die vielleicht zwar ein glückliches Leben hatten, aber trotzdem blieb da immer ein Funke dieser Traurigkeit an ihnen haften. Es ist als würde ein Schleier der Dunkelheit über ihnen liegen. Und nur ganz tief im Inneren ist da noch ein ganz kleines Funkeln. Manchmal erlischt auch dieses Funkeln und die Seelen verlassen die Erde. Einfach so, weil sie keine Kraft mehr haben.

Ich habe auf meinem Weg auch viele Menschen, erlebt, die mit all ihrer Kraft versuchten, den Pferden alles zu geben. Die sich selbst (emotional, körperlich und finanziell) aufgeopfert haben, um ihre Pferde gesund zu machen. Doch dieser Schleier der Traurigkeit blieb. Und auch viele dieser Menschen verzweifelten.

Ich kenne viele dieser Pferde. Es gibt sie heute noch. Sie tragen den Schmerz vieler Generationen mit sich. Auch ich trage diesen Schmerz, sehe ihn in vielen Pferden und es gibt Tage, wo er mich schier aus der Bahn wirft und ich mich nicht in der Lage fühle, ihm in noch einem Pferd zu begegnen. Wo mich meine Arbeit herausfordert, wenn ich schon ansatzweise fühle, dass das Pferd, in dessen Energiefeld ich mich begeben werde, nur mehr durch ein kleines Funkeln am Leben erhalten wird. Doch immer passiert das selbe, wenn ich mich dem Schmerz, den Schleiern stelle, sie fühle, für und mit den Pferden weine: eine unendliche Dankbarkeit, dass ich ihr Funkeln sehe!

Das zu schreiben, ist eine riesengroße Herausforderung für mich, denn mit jedem Pferd, mit dem ich diesen Weg gehe, begegne ich meinem eigenen Schmerz in einer Intensität, die mich fassungslos macht. Ich zeige hier meine tiefsten Verletzungen, meine größte Scham und trotzdem muss ich das tun, denn die Pferde und ich wünschen uns so sehr, dass dieses Licht die Welt erreicht. Und ich fühle sehr deutlich, da draußen sind mehr Menschen wie ich, denen es genau so geht, wie mir.

Die kleine Seele saß bei Gott und sagte zu ihm: „Weißt du Gott, ich habe eine Idee. Ich muss das Licht der Pferde auf die Welt bringen. Ich muss dafür sorgen, dass die Pferde endlich ihr Schicksal erfüllen können. Nicht wie bisher durch Leid und Schmerz. Sondern anders. Bis jetzt hab ich das als Pferd versucht. Aber das funktioniert nicht. Ich will eine Inkarnation als Mensch haben! Denn so werden mich die Pferde als Ihresgleichen erkennen und für die Menschen werde ich aussehen, wie eine von ihnen!“ Gott sah die kleine Seele an und sagte: „Das ist eine neue gute Idee. Das haben wir noch nicht versucht. Das könnte wirklich funktionieren. Du wärst dann so etwas wie ein Vermittler. Das gefällt mir.“ Die kleine Seele strahlte vor Dankbarkeit. Nicht, dass sie es bezweifelt hätte, dass Gott ihr ihre Bitte erfüllen würde, aber ihre Idee hatte ja noch einen zweiten Teil: „Und Gott“ fuhr die kleine Seele fort, „da ist noch etwas. Ich kann das nicht alleine tun. Ich brauche andere, die dazu bereit sind, von Pferde- auf Menscheninkarnation zu wechseln. Wir brauchen viele über die ganze Erde verstreut, die das tun.“ Gott runzelte die Stirn. Er dachte nach, wer sich dazu wohl am Besten eignen würde. Plötzlich erhellte sich sein Gesicht: „Wir brauchen Seelen aus der Drachenfamilie. Denn nur sie haben die wirkliche Kraft dazu, alles, was das Leben als Herausforderung bringt unbeschadet zu überstehen. Wir werden dafür sorgen, dass sie Pferde und andere Tiere an ihrer Seite haben, die ihre Magie in ihrer Kindheit und Jugend erhalten, damit sie sich von dem Schmerz anderer Menschen nicht aus der Bahn werfen lassen. Es braucht viele. Jeder dieser Pferdeseelen muss von Beginn an beschützt und gehütet werden. Und jeder dieser Pferdeseelen wird ein Drachenpferd an seiner Seite haben. Ein Drachenpferd, das das Herz seines Menschen hütet und schützt, bis dieser soweit ist, in seine ganze Kraft zu kommen und diese Macht zu leben.“

©2022, Sonja Schmidt-Liebert, Auszug aus meinem Buch "Emotional Touch: Empower your Soulhorse"